BPC 

Einleitung

In ganz Europa nehmen nicht nur die absolute Zahl und der Anteil von Migrantinnen und Migranten zu, sondern diese Bevölkerungsgruppe ist in zunehmendem Maße auch vom demographischen Wandel betroffen. Dies bedeutet auch, dass ältere Migranten in Europa zunehmend von Pflegebedürftigkeit betroffen sind. Damit gewinnen Anforderungen an eine kultursensible Versorgung von Migrantinnen und Migranten, die deren jeweiligen kulturellen Hintergründe und Lebenserfahrungen berücksichtigt, immer mehr an Bedeutung.
In der Bundesrepublik mit einer im Vergleich ausgesprochen guten pflegerischen Versorgung, nimmt die Gruppe der Migrantinnen und Migranten im Vergleich zur deutsch stämmigen Bevölkerung Pflegeleistungen deutlich unterproportional in Anspruch. Pflegebedürftige Migrantinnen und Migranten werden überwiegend in den familiären Strukturen versorgt. Dies bringt zwar teilweise Vorteile mit sich, stößt aber auch an Grenzen, da einerseits sich auch bei diesen Bevölkerungsgruppen die Familienstrukturen wandeln und andererseits professionelle Pflegeleistungen erforderlich wären, die aber nicht in Anspruch genommen werden.
Die geringere Inanspruchnahme professioneller Dienstleistungen ist dabei nicht durch mangelnde Information oder Finanzierbarkeit geprägt, sondern resultiert aus den bestehenden Angeboten, die den individuellen Bedürfnissen der Migrantinnen und Migranten häufig nicht ausreichend gerecht werden. Wie andere Bevölkerungsgruppen sind die Bedürfnisse der Migrantinnen und Migranten durch kulturelle Herkunft, Religion, Werte, Milieus und jeweilige Settings geprägt, die sich auch in den Dienstleistungen für Migrantinnen und Migranten ausdrücken müssen.
Unterschiedliche Anforderungen bestehen dabei einerseits auf Seiten der individuellen persönlichen Bedürfnisse anderseits aber auch auf regionaler bzw. kommunaler Ebene hinsichtlich der Versorgungsstrukturen sowie hinsichtlich der Anbieter und deren Angebotsentwicklung.

Konzept

Die SWZ GmbH hat im Kontext nationaler sowie internationaler Projekte zur Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten für die Gesundheitswirtschaft so wie der internationalen Umsetzung von Pflegestandards das pBIA Pflegemodell der kultursensiblen Pflege entwickelt.

Nähere Informationen zum pBIA Pflegemodell erhalten Sie hier zum Download.